Archiv der Kategorie: 2005

Gemeinschaftskonzert mit den Aurachtalern

Gemeinschaftskonzert mit den Aurachtalern

Etwa 600 bis 700 begeisterte Gäste verfolgten das erste Gemeinschaftskonzert der beiden Jugendkapellen aus Herzogenaurach und Aurachtal nach 15 Jahren. 69 junge Musikerinnen und Musiker aus Herzogenaurach und 55 aus Aurachtal füllten die Längsseite der nicht gerade kleinen Sporthalle der Hauptschule am Burgstaller Weg.

Abwechselnd spielten die beiden Orchester, nachdem die beiden Vorsitzenden der Jugendkapellen, Bernhard Schwab und Thomas Michna das Konzert eröffnet und die Ehrengäste begrüßt hatten.

Wolfram Heinlein und Norbert Engelmann, die beiden Dirigenten aus Aurachtal und Herzogenaurach, hatten anspruchsvolle Stücke einstudiert und auf höchstem Niveau vorgetragen.

Absoluter Höhepunkt war die “Völkerschlacht bei Leipzig” von Carl Maria von Weber, Siegmund Goldhammer und Otto Wagner. In knapp 30 Minuten wurde die Schlacht vom 16. bis 18. Oktober 1813 dargestellt, als die Truppen des Kaisers Napoleon bei Leipzig auf die Truppen der Verbündeten trafen. Napoleon musste bei dieser Schlacht eine bittere Niederlage einstecken. Die Textpassagen, die das Kampfgeschehen der drei Tage wiedergaben, wurden von Christian Kaltenhäußer gesprochen. Nicht nur Fritz Mensching in der ersten Reihe, auch alle anderen Zuhörer waren begeistert.

Natürlich gab es auch noch ein paar Zugaben und als krönenden Abschluss des Konzertabends den „Bayerischen Defiliermarsch“, gespielt von allen anwesenden 124 Musikerinnen und Musikern. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Nicht gleich im nächsten Jahr, aber hoffentlich 2007 soll erneut ein Gemeinschaftskonzert der “Nachbarorchester” stattfinden. Alle Musikliebhaber können sich bereits darauf freuen. Die Zeit bis dahin wird natürlich für eigene Konzerte genutzt, u.a. das jährlich stattfindende Frühjahrskonzert der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach.

Fränkischer Tag

Gemeinsam sind sie doppelt so gut

Stadtjugendkapelle Herzogenaurach und Jugendkapelle Aurachtal musizieren zusammen

HERZOGENAURACH – Einen unvergesslichen Abend erlebten die etwa 600 Besucher des ersten gemeinsamen Konzertes der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach und der Jugendkapelle Aurachtal seit 15 Jahren.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Musiker bereits viele Stunden Arbeit hinter sich gebracht. Für die 124 Musiker, 69 von der Stadtjugendkapelle und 55 von der Jugendkapelle Aurachtal, hatte der Konzerttag bereits um 15 Uhr begonnen. Einspielen und Einstimmen der Instrumente war angesagt. Im Anschuss stand eine letzte gemeinsame Probe vor Beginn des Konzertes an. Der Lohn für die Mühen der jungen Musiker war bereits beim Einziehen tosender Applaus der Besucher.
Die beiden Vorsitzenden der Jugendkapellen, Bernhard Schwab und Thomas Michna, sehen in dem gemeinsamen Konzert einen Meilenstein für gute Zusammenarbeit und betonten, dass dies nicht das letzte Konzert dieser Art gewesen sei. Das freute neben den vielen Ehrengästen auch Hilde Bock, die Witwe des Gründers beider Jugendkapellen, Fritz Bock.

Lauter Höhepunkte

Den Auftakt des Konzertes machten die Musiker aus dem Aurachtal mit ihrem musikalischen Leiter Wolfram Heinlein und der „festlichen Ouvertüre“ von Dimitri Shostakovich. Die Stücke „Armenische Tänze“ vorgetragen von der Stadtjugendkapelle unter der Leitung von Norbert Engelmann sowie „Fifth Suite for Band“, gespielt von der Jugendkapelle Aurachtal, waren eine Hommage auf den am 17. September verstorbenen Komponisten Alfred Reed.
Ein erster Höhepunkt des Abend war das Stück „Rhapsody for Euphonium“ von James Edward (Jim) Curnow. Der in Port Huron/Michigan geborene Komponist schrieb dieses Stück als Solo für Euphonium und Orchester. Als Solist zeigte Norbert Engelmann sein Können. Begleitet wurde er von seinen Musikern unter der Leitung von Wolfram Heinlein. Der Applaus nach diesem mit voller Hingabe vorgetragenen Stück wollte nicht mehr enden. Ein Solo für drei Trompeten „Burgler´s Holiday“ von Leroy Anderson setzten Holger Bock, Manfred Kröner sowie Nicole Schwegler von der Jugendkapelle Aurachtal gekonnt um. Als letztes Stück im ersten Teil des Konzertes gaben die Musiker um Norbert Engelmann in einem Medley bekannte Melodien von George Gershwin zum Besten.

Monumentales Stück

Mit der „Olympic Fanfare and Theme“ von John Williams wurde der zweite Teil des Konzertes durch die Stadtjugendkapelle eröffnet. Für das absolute Highlight des Abends, die „Völkerschlacht bei Leipzig“ in der Bearbeitung von Weber/Goldhammmer und Wagner, galt für beide Orchester höchste Konzentration. Das musikalische Monumentalstück von knapp 30 Minuten Dauer entführte in die Zeit vom 16. bis 18. Oktober 1813, als die Truppen des Kaisers Napoleon bei Leipzig auf die Truppen der Verbündeten trafen. Napoleon musste bei dieser Schlacht eine bittere Niederlage einstecken.
Die Textpassagen, die das Kampfgeschehen der drei Tage wiedergaben, wurden von Christian Kaltenhäußer gesprochen. Das Gesprochene wurde von beiden Orchestern abwechselnd musikalisch in Vollendung umgesetzt. Der Schlusspart des Stückes wurde von beiden Orchestern unter der Leitung von Wolfram Heinlein vorgetragen. Stehende Ovationen belohnten die Musiker und ihre beiden musikalischen Leiter.

Als Dank gab es noch zwei Zugaben, gemeinsam von beiden Orchestern vorgetragen. Bei der ersten Zugabe, dem Marsch „Unter dem Doppeladler“, dirigierte Norbert Engelmann die 124 Musiker beider Orchester. Als weitere Zugabe unter der Leitung von Wolfram Heinlein sowie als krönenden Abschluss des Konzertabends gab es den „Bayerischen Defiliermarsch“. Mit dem Wissen dass es in zwei Jahren wieder ein Gemeinschaftskonzert dieser beiden außergewöhnlichen Jugendblasorchester gibt, machten sich die Besucher auf den Heimweg.

von Roland Meister

Nordbayrische Nachrichten

Hinreißendes Doppelspiel zweier Kapellen

Stehende Ovationen für Gemeinschaftskonzert von Stadtjugendmusikanten und Aurachtalern

HERZOGENAURACH- Vor knapp 200 Jahren hat die Völkerschlacht bei Leipzig für viel Leid gesorgt, am Samstag in der Turnhalle der Hauptschule am Burgstaller Weg jedoch für Begeisterung und stehende Ovationen: In einem Gemeinschaftskonzert näherten sich über 120 Musiker der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach und der Jugendkapelle Aurachtal dieser Schlacht mit Napoleon musikalisch und boten ein lebhaftes Konzert von höchstem Blasmusik-Anspruch.

Rund 700 Zuhörer, darunter Ehrengäste wie die CSU-Landtagsabgeordnete Christa Matschl, die stellvertretende Landrätin Karin Knorr und Aurachtals Bürgermeister Erwin Schopper, waren gekommen, um die Gemeinschaftsleistung in hellem Stadtjugendkapellen-Blau und gedecktem Jugendkapelle Aurachtal-Rot mitzuerleben.

Das Konzert, das auch für eine Live-CD mitgeschnitten wurde, markierte für beide Kapellen den Abschluss zweier erfolgreicher Jahre: Beide schufen sich mit dem Bau eines Vereinsheims eine neue Bleibe, begingen runde Vereinsjubiläen und erzielten bei Wertungsspielen hervorragende Ergebnisse.

Mustergültig

Dass die jungen Musiker durch gerade diese langjährige Wertungsspielerfahrung an mustergültige Exaktheit gewöhnt sind, zahlte sich auch bei diesem Auftritt wieder einmal aus.

Schon der Einstieg in das Konzert war überaus gelungen: Mit Schostakowitschs „Festive Ouverture“ sorgte die Jugendkapelle Aurachtal unter der Leitung ihres Dirigenten Wolfram Heinlein für einen wahrlich festlichen Einstieg. Danach ging es weiter mit einem Potpourri hochwertiger konzertanter Blasmusik:

Einen großen Raum nahm dabei der erst im vergangenen Monat verstorbene Alfred Reed ein, der besonders durch seine Kompositionen für Blasorchester bekannt geworden ist:

Die Herzogenauracher Stadtjugendkapelle unter der Leitung von Norbert Engelmann steuerte ihre Armenischen Tänze mit deutlich fremdländischen Einschlag und einer hervorgehobenen Rolle der Zylophone bei, die Jugendkapelle Aurachtal seine Fifth Suite for Band.

Höhepunkt war jedoch die gemeinsame Aufführung der Völkerschlacht bei Leipzig von Carl Maria von Weber, Siegmund Goldhammer und Otto Wagner. Die 69 Musiker der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach und 52 Musiker der Jugendkapelle Aurachtal wechselten sich teils ab (manchmal sogar nach nur wenigen Takten), teils spielten sie gemeinsam.

Abgestimmt

Dieses Zusammenspiel hatten die Dirigenten, die sich schon lange und gut kennen, während der Probenphase so gut aufeinander abgestimmt, dass es genügte, am Nachmittag vor dem Konzert in einer Gemeinschaftsprobe alles zusammenzusetzen.

Das anspruchsvolle Notenmaterial für das Werk für großes Blasorchester hatte übrigens der Kreisverband Erlangen-Höchstadt des Nordbayerischen Musikbundes spendiert.

Mit der Musik transportierten die beiden Kapellen Bilder der herannahenden Armeen und vom Schlachtgeschehen selbst, den Part des Sprechers übernahm Christian Kaltenhäußer, Schauspieler und selbst Stadtjugendkapellen-Spross.

Für die überaus gelungene Aufführung der Völkerschlacht gab es dann auch ein Lob vom Stadtjugendkapellen-Präsident Bernhard Schwab: „Hut ab vor diesem Kunstgenuss“.

Als Zugaben gab es altbewährtes und beliebtes aus dem Blaskapellen-Repertoire: Unter dem Doppeladler und den Bayerischen Defiliermarsch.

Eine Wiederholung des Gemeinschaftskonzerts soll es in jedem Fall geben. Wenn auch wohl nicht bereits im kommenden Jahr. Dazu sei der Vorbereitungsaufwand wohl doch zu groß, meinte der Vorsitzende der Jugendkapelle Aurachtal Thomas Michna schließlich.

KATRIN MERKEL

Jubiläumskonzert der Stadtjugendkapelle in der adidas Arena


Nordbayrische Nachrichten

„Krieg der Sterne“ unter freiem Himmel

Musikalisches Feuerwerk der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach zum 40-jährigen Bestehen

HERZOGENAURACH — Trotz der unbeständigen Witterung strömten am Samstagabend über 800 Hör- und Schaulustige in die adidas-Arena, um ein Konzert der Superlative unter freiem Himmel mitzuerleben. Zu dem musikalischen Feuerwerk hatte die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens eingeladen.

Die Zuschauer waren mit Wolldecken, Isomatten und Sitzkissen angerückt, um sich gegen die Kälte zu schützen und so mancher wärmte sich mit einem Schnäpschen von innen auf. Norbert Engelmann hatte das Jubiläums-Open-Air bewusst unter das Motto „Menschen, die uns begegnet sind“ gestellt, denn er hegte schon lange den Wunsch, seinen Vorgänger Fritz Mensching nach dessen neunjähriger „Abstinenz“ wieder einmal ans Dirigentenpult zu bekommen.

Mensching nahm die Einladung an und holte mit Hilfe der 60 Musikerinnen und Musiker des ersten Orchesters den Wilden Westen und damit auch ein Stück vergangener Geschichte der Stadtjugendkapelle in die Arena; immerhin hatte das erste Orchester mit dem Stück „Oregon“ in den 1980er Jahren beim Wertungsspiel einen großen Erfolg für sich verbuchen können.

Als weiteren Gastdirigent stellte Engelmann seinen Kollegen Wilhelm Koenen vor, der den Insidern vor allem als Wertungsrichter bekannt sein dürfte. Mit einer eigenen Komposition ließ er einen feurigen Tanz vorüberziehen und gewährte so einen hörbaren Einblick in die Tiefe der russischen Seele.

Im zweiten Teil des Konzerts kamen vor allem Filmmusikfans auf ihre Kosten, zumal sie auch noch Bilder bzw. Ausschnitte aus den jeweiligen Filmen auf der Großleinwand des Factory Outlets verfolgen konnten, während die Musik dazu live zu hören war. So wurden zum Beispiel „Krieg der Sterne“ und „Gladiator“ fast schon zu einem Kinoereignis.

Weniger erquicklich war es, auch den Musikern auf der Leinwand zuzusehen, denn die unvermeidliche, wenn auch nur geringe Verzögerung, mit der die Übertragung sichtbar wurde, ließ sich nicht mit dem Gehörten auf einen Nenner bringen — was besonders beim Dirigat störte. Man hätte besser auf die gut gemeinte Videoübertragung der jungen Menschen verzichtet, die übrigens erstmals ganz in Schwarz gekleidet waren, was dem Gesamteindruck des Orchesters gut zu Gesicht stand und dem Anlass entsprach. Ihnen muss an dieser Stelle besonderes Lob ausgesprochen werden, denn sie schafften es trotz der Kälte, das musikalische Feuerwerk lebendig werden zu lassen.

Ehemalige zu Gast

Insgesamt wurden in den vergangenen 40 Jahren übrigens mehr als 2000 Kinder und Jugendliche von der Stadtjugendkapelle ausgebildet, berichtete Präsident Bernhard Schwab. Viele von ihnen waren am Samstag zu Gast und feierten das Jubiläum mit, das mit einem unmusikalischen und dennoch großartigen Ereignis endete.

Pünktlich zu Beginn des ersten Satzes der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel wurde die erste Rakete gezündet und machte damit den Anfang von einem nicht enden wollenden Leuchtspektakel, das den Abendhimmel immer wieder neu „bemalte“ und das Publikum so faszinierte, dass niemand mehr an die Kälte dachte, die sich langsam aber sicher trotz Wolldecken und Sitzkissen bis in die Fingerspitzen hochgearbeitet hatte. Letztlich wurde der gelungene und abwechslungsreiche Abend von den euphorischen Besuchern durch großzügige Geldspenden belohnt.

SILKE GÖRNER

Wertungsspiel in Fischen im Allgäu

Wertungsspiel in Fischen im Allgäu

Von Freitag bis Sonntag war die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach zu einem Gala-Konzert zum 50-jährigen Bestehen der Jugendblaskapelle Sonthofen eingeladen. Zusammen mit den beiden Jugendblaskapellen aus Zürich und Sonthofen hat SJK ein Jugendgalakonzert mit Titeln wie “The Eagle´s Flight”, “From these Ashes” oder “Army of the Nile” gespielt. Mit großer Begeisterung repräsentierten die Jugendlichen Herzogenaurach und begeisterten mit Ihrem musikalischen Können die Kollegen der anderen Kapellen und auch die Zuschauer.

Untergebracht waren alle im Falkenlager in Sonthofen, welches aus Holzhütten besteht und den Jugendlichen eine etwas abenteuerlichere Unterkunft als die üblichen Pensionen bot.

Am Samstag traten wir beim 12. Internationalen Allgäu-Schwäbischen-Musikbund Jugendblasorchester-Wettbewerb 2005 in Fischen an.

An den 5 Leistungsstufen nahmen gesamt 30 Jugendblasorchester teil. In der höchsten Stufe (Leistungsstufe 1 – sehr schwer) spielten wir als Pflichtstück “Jalan, Jalan” von Shin´ya Takahasi und als Wahlstück “The Eagle´s Flight”.

Es war ein offenes Wertungsspiel an dem 5 Punktrichter – wie beim Eislaufen anhand von Tafeln – Punkte nach 10 Kriterien je Stück vergaben.

Hierbei können wir stolz auf unsere Jungmusiker sein, da sie beim Wertungsspiel sehr erfolgreich mit dem zweiten Platz abgeschnitten haben. Neben dem Einsatz unserer Jugendlichen vor allem auch ein Verdienst unseres Musikalischen Leiters, Norbert Engelmann.

Neben einer Urkunde gab es eine Siegprämie. Außerdem konnten wir uns bei einer Sonderverlosung freien Eintritt für einen Erlebnistag im Skyline-Park Bad Wörrishofen für unser Orchester sichern.

Insgesamt erlebten wir – in unserem 40-jährigen Jubiläumsjahr – gemeinsam ein schönes, erfolgreiches Wochenende.

Fränkischer Tag

Von „null“ gleich auf den zweiten Platz

Jubiläumsbesuch im Allgäu führte Herzogenauracher Jugendkapelle zu Blasorchester-Wettbewerb

HERZOGENAURACH – Es war eine spontane Entscheidung. Und sie hat sich ausgezahlt. Erstmals nahm die Stadtjugendkapelle an einem „offenen Wertungsspiel“ teil und wurde gleich in der schwersten Kategorie Zweiter.

Von Freitag bis Sonntag war die Stadtjugendkapelle Herzogenaurach zu einem Gala-Konzert zum 50-jährigen Bestehen der Jugendblaskapelle Sonthofen eingeladen. Zusammen mit den beiden Jugendblaskapellen aus Zürich und Sonthofen gaben die Herzogenauracher ein Jugendgalakonzert mit Titeln wie „The Eagle’s Flight”, „From these Ashes” oder „Army of the Nile”. Mit großer Begeisterung repräsentierten die Jugendlichen Herzogenaurach und begeisterten mit ihrem musikalischen Können die Kollegen der anderen Kapellen und auch die Zuschauer. So heißt es in einer Pressemitteilung der Kapelle.
Doch damit nicht genug: Spontan entschied man sich, wie Präsident Bernhard Schwab gegenüber dem FT erläuterte, zur Teilnahme an einem offenen Wertungsspiel, das dort angeboten wurde. Es war der 12. Internationale Allgäu-Schwäbischen-Musikbund Jugendblasorchester-Wettbewerb 2005 in Fischen.

Erster Wettbewerb

Die Herzogenauracher konnten sich zum ersten Mal einem solchen musikalischen Wettbewerb stellen, weil es in heimischen Gefilden nichts Vergleichbares gibt. Sehr erfreulich sei es gewesen, dass man als Neuling gleich einen nennenswerten Erfolg erzielen konnte.
In den fünf Leistungsstufen nahmen insgesamt 30 Jugendblasorchester teil. In der höchsten Stufe (Leistungsstufe 1 – sehr schwer) spielten die Herzogenauracher als Pflichtstück „Jalan, Jalan” von Shin’ya Takahasi und als Wahlstück „The Eagle’s Flight”. Bei diesem offenen Wertungsspiel vergaben fünf Punktrichter – wie beim Eislaufen anhand von Tafeln – die Punkte nach zehn Kriterien je Stück.

Erlebnistag gewonnen

Die Kapelle kann „stolz auf unsere Jungmusiker sein, da sie beim Wertungsspiel sehr erfolgreich mit dem zweiten Platz abgeschnitten haben“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Neben dem Einsatz der Jugendlichen sei der Erfolg vor allem auch ein Verdienst des musikalischen Leiters Norbert Engelmann. Erster wurde übrigens eine Kapelle aus Friedberg bei Augsburg.
Neben einer Urkunde gab es auch für die Herzogenauracher eine Siegprämie. Außerdem konnten sich die Jugendlichen bei einer Sonderverlosung freien Eintritt für einen Erlebnistag im Skyline-Park Bad Wörishofen fürs Orchester sichern.

Untergebracht waren alle Teilnehmer im Falkenlager in Sonthofen, das aus Holzhütten besteht und den Jugendlichen eine etwas abenteuerlichere Unterkunft als die üblichen Pensionen bot.

Frühjahrskonzert


Fränkischer Tag

Töne nur aus dem Klarinetten-Mundstück

Alle Orchester, Lehrer und Solisten der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach boten viel Abwechslung

Herzogenaurach –  In diesem Jahr stellten sich die drei Orchester der Stadtjugendkapelle vor vollem Haus in der Schulturnhalle am Burgstaller Weg den Besuchern musikalisch vor. Höhepunkt war der Auftritt des Ersten Orchesters.

Höhepunkt des Konzertnachmittags war zweifelsohne die Darbietung des Ersten Orchesters, der Bläserphilharmonie unter der Leitung von Norbert Engelmann. Doch nicht nur die drei Orchester waren zu hören. Von den vielen Dozenten, welche die Jugendlichen der Stadtjugendkapelle ausbilden, stellten sich fünf als Solisten dem begeisterten Publikum dar. Bevor jedoch der erste Dozent im Mittelpunkt stand, war es der Bläserphilharmonie vorbehalten, mit dem diesjährigen Pflichtstück bei den Wertungsspielen in der Höchststufe „The Eagle’s Flight“ von James Curnow das Konzert zu eröffnen. Wie der Titel sagt, handelt das Stück von einer Felsenlandschaft im Gebirge in der ein Adler seine Schwingen ausbreitet und fliegt. Das Stück soll aber auch zu einer kritischen Betrachtung des Raubbaus an der Natur durch den Menschen beitragen. Mit verdientem Applaus
wurde an diesem Tag bereits beim Eingangsstück nicht gespart.

Was Joan Alberti anno 1806 in seinem „Neuen Musikalischen Complimentierbuch“ über das Horn schrieb, wurde den Besuchern im Anschluss näher gebracht. Dozent Charly Hopp gab daraufhin auf besagtem Instrument die ersten zwei Sätze des Hornkonzerts von Hans Hütten zum Besten, geriet dabei ins Schwitzen und viel bekam für seinen gelungenen Vortrag Applaus.

Die drei Solisten auf der Trompete, Ausbilder Gerhard Bittruf, Michael Martin und Michael Wolf, ließen die Halle als nächstes beben, als es darum ging, die „Trompeten-Parade“, ein Solo für drei Trompeten von Fritz Mensching, zum ersten Mal live vorzutragen.

Solo-Flötistin

Aus der Feder von Cecil Chaminade stammte das nächste Stück mit dem Titel „Cecil Chaminad’s Concertino“, als Transkription für Flöte und Blasorchester. Solistin war die Flötistin Johanna Krasnopolska, die seit 2002 die Stadtjugendkapelle unterrichtet. Für ihr gekonnten Vortrag gab es tosenden Applaus. Die Bläserphilharmonie machte nun klar, dass sie auch in der Lage ist volkstümliche Musik gekonnt vorzutragen. Mit dem „Egerländer Musikantenmarsch“ von Ernst Mosch verabschiedeten sich die Musiker des
Ersten Orchesters in die Pause.

Der zweite Teil des Konzerts wurde vom Schülerorchester unter Leitung von Hans-Jürgen Lorenz mit den Stücken „Sunset and the Solero“ und „One O’Clock Rock“ eröffnet. Auch das Orchester mit den jüngsten Musikern bekam für ihren Vortrag den verdienten Applaus. Bevor nochmals das Erste Orchester die Bühne zum Abschluss eines wundervollen Konzertnachmittags betrat, trug das Jugendorchester unter Leitung von Gerrit Arnzt drei Stücke vor.

Mit weiteren Solisten ging es im Programm weiter. Es folgte Andrea Schockel, die für die Ausbildung an der Klarinette verantwortlich ist. Während ihres Beitrages wurde die Klarinette in ihre Einzelteile zerlegt und immer kleiner. Am Ende blieb nur noch das Mundstück übrig und selbst diesem Teil entlockte Schockel noch wohlklingende Töne. So war es nicht verwunderlich, dass das Musikstück den Titel „Immer kleiner“ trug.

Den Abschluss im Reigen der Solisten machte der musikalische Leiter der Stadtjugendkapelle, Norbert Engelmann, mit seinem Euphonium. Er spielte auf dem Instrument in Vollendung mit hervorragender Orchesterunterstützung die „Rhapsodie für Euphonium“ von James Curnow. Das Schlussstück des Konzertes war ein Medley mit bekannten Melodien von James Last in der Bearbeitung für Blasorchester von Norbert Engelmann. Als Zugabe gab es ein weiteres Stück von James Last mit dem Titel „Einsame Flöte“.

von Roland Meister